Das Phänomen „Hater“ – und das erstaunliche Geheimnis dahinter

Mia GriesKreatives Leben1 Comment

Das Phänomen Hater und das Geheimnis dahinter

Ich gestehe: Auch ich war bis vor Kurzem ein Hater. Okay, es ist vielleicht ein bisschen übertrieben in meinem Fall – ich habe keine Hassbotschaften verbreitet oder Leute runtergemacht. Aber ich hatte schon eine Abneigung in mir, besonders gegenüber einer bestimmten berühmten Person. Als ich herausfand, woher meine Aversion kam, war ich selbst total überrascht! Was du von meiner Realisation lernen kannst? Lies weiter und erfahre es!

Es gab ein paar Popsängerinnen, die ich nie mochte. Bei allen bis auf eine änderte sich das über die Jahre. Leidtragende meiner Abneigung war: Taylor Swift.
Eine der berühmtesten Frauen und Künstler*innen der Welt.

Viele Menschen lieben sie, manche mögen sie hingegen überhaupt nicht. Das ist normal, man kann schließlich nicht jedem gefallen. Aber warum nur musste ich unter Posts über Taylor „Ich mag sie nicht!“ kommentieren? Warum wühlte es mich auf, wenn jemand schrieb, wie toll sie ist? 🤔 Eigentlich total bescheuert. Vor allem, da ich nicht wusste, woher meine Abneigung überhaupt kam.

Warum es Sinn macht, sich als Hater mit seinem „Hass-Subjekt“ zu befassen

Ich bin Fan davon, negative Vibes aus meinem Leben zu verbannen. Darum nahm ich mir letztens an einem freien Tag die Zeit, über meine Abneigung gegenüber Taylor Swift nachzudenken. Ich wollte endlich mein Kriegsbeil begraben – von dem die Arme nicht einmal wusste, denn natürlich kennen wir uns gar nicht persönlich. Aber ich bemerkte, dass es mich störte, diese Abneigung in mir zu spüren. 😣 Unreflektierte negative Emotionen sind nie gut: Sie können sich körperlich auswirken und außerdem unserer persönlichen Entwicklung im Wege stehen. Wenn wir ihnen Macht über uns geben, können sie sich auf unsere Grundstimmung auswirken und uns zu pessimistischen, verbitterten Menschen machen. So was wollte ich nicht länger mit mir rumtragen – vor allem, da ich mich eigentlich für so gut wie alles und jede*n begeistern kann und alles andere als hasserfüllt bin. Was also steckte bloß hinter meinem Hater-Dasein? 🤔

Ich überwand mich, legte meine Vorurteile ab und hörte in Taylor Swifts neustes Album „folklore“ rein. Mein Einstieg war ihr Song „cardigan“. Und es geschah etwas Unvorhersehbares: Ich war sofort hooked! 💙 Vom ersten Ton und ersten Wort an kreiert dieser Song eine Stimmung und Atmosphäre, die mich total packt. Und nicht nur dieser: Jedes Lied auf ihrem neuen Album erzählt eine kleine Geschichte, meisterhaft aufgezogen an einem Gefühl, womit sich fast jeder Mensch identifizieren kann. Was soll man daran hassen? 🤔 Es ist doch viel schöner, ihr künstlerisches Werk zu genießen. Oder, wenn es den persönlichen Geschmack nicht trifft, zu ignorieren und sich etwas anderem zu widmen, was man lieber mag.

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Der Grund für meinen „Hass“: Ich fand sie eigentlich toll

Während ich dieses wunderschöne Album hörte und den Texten lauschte, hatte ich eine Epiphanie: Taylor Swift erzählt Geschichten – inspiriert von ihrem Leben, aber auch ausgedachte. Und indem sie das tut, löst sie Emotionen bei anderen Menschen aus. Das ist alles, was ich immer mit meinem Leben machen wollte: Leute mit Geschichten berühren. Sie hätte eine Art positives Vorbild für mich sein und mich antreiben können – stattdessen wählte ich den einfachen Weg und wurde ein Hater, anstatt alles zu geben. 😓

Daher rührte also meine Abneigung seit rund zehn Jahren: Ich hatte diesen Einfluss durch meine Kunst lange nicht gehabt. Außerdem wollte ich immer Musik spielen können, aber hatte nie lange genug durchgehalten, um ein Instrument zu lernen. Dafür hatte ich umso mehr gezeichnet und geschrieben und mich auf diesen Gebieten verbessert – meinen eigenen Gebieten.

Heute sieht das anders aus: Auch ich erzähle beruflich Geschichten, wie Taylor. Auch ich erreiche viele Menschen mit meinen Texten – wenn auch (noch? 😛) nicht so viele wie sie. Das Fazit: Wenn ich mich reinhänge, kann ich das mit meiner Schreibkunst erreichen, was Taylor mit ihrer Musik erreicht.

Feather45@small

Was es für dich bedeutet, wenn du Hater hast

Die Ursache für ein Dasein als Hater kann viele psychologische Gründe haben. Was meine Geschichte dir zeigen kann: Manche Hater mögen das an anderen Menschen nicht, was sie selbst gerne wären oder machen würden. Solltest du dir also einen eingehandelt haben, zeigt dir das: Du machst deine Sache gut, denn dieser Mensch schenkt dir seine Aufmerksamkeit. 💙 Und das, obwohl er dich – angeblich – nicht einmal leiden kann. Lass dich also nicht runterziehen, wenn jemand fiese Kommentare bei dir hinterlässt oder deine Kunst unnötig kritisiert! „Haters gonna hate“ – das singt auch Taylor Swift in einem ihrer Hits. 🤣 Aber jetzt nicht mehr über mich!

Hater könnten ihre Gefühle für etwas Positives nutzen: Sie sollten sich von ihrem „Hass-Subjekt“ inspirieren lassen, anstatt sauer auf jemanden zu sein, den sie meist nicht einmal kennen.

Und so lasse ich mich jetzt von Taylor Swifts Kunst inspirieren – sie ist eine begabte Storytellerin und hat zurecht Erfolg. Das kann ich jetzt zugeben, ohne sie zu „haten“. Denn ich bin inzwischen selbstbewusst genug, um mit meiner eigenen Kunst glänzen zu wollen und das auch zu tun!

Das willst du auch? Dann hol dir meine Federmagie! Erzähle mir von deinem kreativen Projekt oder deinem Buch. Ich freue mich auf dich! Wir zeigen’s deinen Hatern! 😛

Foto von freestocks.org von Pexels

One Comment on “Das Phänomen „Hater“ – und das erstaunliche Geheimnis dahinter”

  1. Toller und sehr ehrlicher Beitrag, ich hatte richtig Spaß, ihn zu lesen! Und hat gleich auch ein wenig die Angst vor Hatern genommen! 😀 Ich beschäftige mich aktuell selbst mit Hatern und beobachte zum einen hin und wieder Anne Wünsches Insta-Account, die durch Oliver Pocher sehr viele Hater bekommen hat (die alle Pochers Argumente nachplappern, was – diplomatisch ausgedrückt – sehr faszinierend ist) und einen „Hater-Account“ der gegen Bastian Yotta, einem narzisstischen, selbsternannten Money-Couch stänkert. Im Fall von Anne Wünsche passt dein Beitrag total und bestätigt deine Aussagen meiner Meinung nach – im Fall von Bastian Yotta scheint mir, dass die Hater tatsächlich deswegen Stunk machen, weil er Dienstleistungen anbietet, die inhaltslos sind und teilweise schon kriminell („Verdiene Geld, indem du dich als Google-Arbeiter ausgibst“). Vielleicht ist die zweite Gruppe noch aus einer Ära, als Hater noch im Internet für Recht und Ordnung suchten, statt einfach nur zu mobben und versuchten, einem das Leben schwerzumachen… 😉 Aber mal ernsthaft, teilweise kann daher vielleicht „Hate“ berechtigt sein, solange er konstruktiv ist und andere Leute vor etwas warnt bzw. aufklärt. Siehst du das auch so?
    Liebe Grüße, Caro

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