Entspannt produktiv sein statt unter Leistungsdruck leiden – so schaffst du es!

Mia GriesSchreibtipps und MotivationLeave a Comment

Entspannt produktiv sein statt unter Leistungsdruck leiden – so schaffst du es!

Es gibt Tage, da will sich das weiße Blatt einfach nicht füllen. Aber muss es das denn überhaupt? Das ist die Preisfrage. Ich zeige dir, warum es vollkommen in Ordnung ist, an manchen Tagen nicht produktiv zu sein oder anderweitig ins Machen zu kommen. Ein paar Tipps und ein Freebie habe ich auch für dich vorbereitet. Schnapp dir ein leckeres Getränk, atme tief durch und lies weiter! 😊

Dieser Blogartikel spiegelt meine Erfahrungen als Kreativschaffende wider und ersetzt keine psychologische Beratung!

Klar ist: Jeder Mensch geht anders mit seinen Aufgaben um. Manche können nur unter Druck – zeitlich oder extern – Leistung erbringen, andere hingegen planen vorher akribisch, wann sie sich welchen Schritt vornehmen. Probleme damit, produktiv zu sein, kann allerdings jede*r haben. Zum Beispiel diese beiden Typen:

Typ 1: Prokrastinierende Menschen, die alles aufschieben
Der oder die Prokrastinierende schafft es nicht, in der kurzen verbleibenden Zeit bis zur Deadline die erforderliche Leistung zu erbringen.

Typ 2: Organisierte Menschen, die alles planen
Der oder die Planende schafft es nicht, das vorab festgelegte Tagespensum einzuhalten und verspürt deswegen Stress.

Hast du deinen Problem-Typ wiedergefunden? Oder gehst du ganz anders mit solchen Situationen um? Egal, welcher Typ du bist: Jeder Mensch kann vom Bestreben, produktiv zu sein, unter Druck gesetzt werden. Damit du dieses Gefühl aufbrechen kannst, bitte ich dich zunächst darum, in dich zu gehen.

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Woher kommt dein negativer Glaubenssatz zur Produktivität?

Wenn du eine negative Verbindung zum Konzept der Produktivität hast, musst du zunächst die Wurzel finden. Woher kommt dieses Gefühl, dass du unbedingt produktiv sein musst?

Ich habe letztens auf Facebook und Instagram eine Umfrage gestartet, mit der ich herausfinden wollte, wie meine Community über Produktivität denkt. Das Ergebnis: Über 50 Prozent der Abstimmenden verbinden das Konzept der Produktivität mit Druck und Negativem! Auf Instagram gaben an die 80 Prozent an, dass sie sich schlecht fühlen, wenn sie an einem Tag nicht viel geschafft haben. Darum stelle ich dir jetzt die Frage nach dem Ursprung dieser anscheinend weit verbreiteten Einstellung.

Der negative Glaubenssatz kann von außen gekommen sein. Hat dir mal ein Mensch gesagt, du seist nur etwas wert, wenn du genug arbeitest oder schaffst? Kommst du aus einer Familie, in der Erfolg wichtig ist beziehungsweise war? Suggerieren dir die Medien oder die Werbung, dass es nötig ist, stets Leistung zu bringen? Ich erinnere mich gut daran, dass es für mich normal war, Werbespots mit Menschen zu sehen, die sich irgendwelche Medikamente einwerfen, um krank weiterarbeiten zu können. Solche Szenen können genauso wie die Aussagen von Menschen Druck erzeugen und die Ursache für negative Glaubenssätze sein.

An dieser Stelle kannst du darüber nachdenken und ergründen, warum du Produktivität mit Druck verbindest. Wenn du nicht nur denken, sondern auch aktiv werden möchtest, schnapp dir einen Stift und fülle das Freebie „Deine Produktivität und du“ aus, das du unter diesem Absatz findest. Es kann auch ausgedruckt und handschriftlich ausgefüllt werden. Du kannst es außerdem immer wieder nutzen, um ins Schreiben oder Machen zu kommen, wenn du dich gerade unproduktiv fühlst!

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Dein Wert bemisst sich nicht an deiner Produktivität

Wenn du das Wort „Produktivität“ im Duden nachschlägst, siehst du, dass es zwei Bedeutungen hat:

  1. das Hervorbringen von Produkten (1a), konkreten Ergebnissen, Leistungen o. Ä.; Ergiebigkeit, [gute] Leistungsfähigkeit
  2. schöpferische Kraft, Schaffenskraft
    (Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Produktivitaet)

Produktiv sein heißt also gleichzeitig schaffend und somit kreativ sein! Und Kreativität hat viele Facetten. Wenn du also an einem Tag keine Muße und Energie für deine Bachelorarbeit hast und stattdessen lieber bei Facebook einen Post über deine Lieblingsserie schreibst, bist du trotzdem produktiv. Wenn du den Tag über mit deinem Projekt für die Arbeit nicht weitergekommen bist, aber dir abends was Leckeres kochst oder backst, gilt dasselbe. Wenn du Produktivität nicht (nur) mit Arbeit und Leistung, sondern auch mit Dingen verbindest, die du gerne machst, wird sie zu etwas Positivem in deinem Leben.

An manchen Tagen kann dein Akku auch komplett leer sein, zum Beispiel durch seelische oder körperliche Überlastung. Dann ist es sogar extrem wichtig, dass du dir Zeit nur für dich nimmst und dich ausruhst. Keiner hat etwas davon, wenn du dich zum Machen zwingst – du am allerwenigsten! Trotzdem gilt: Du bist wertvoll. Denn dein Wert bemisst sich keinesfalls daran, dass du jeden Tag megaviel schaffst oder Geld verdienst.

Mir persönlich gefällt die englische Redewendung „Slow and steady wins the race“ ziemlich gut. Sie besagt, dass wir auch in kleinen Schritten in aller Ruhe ans Ziel kommen – Hauptsache, wir bleiben dran!

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Ist es wirklich nötig, jeden Tag produktiv zu sein?

Ganz kurz gesagt: NEIN! Es ist vollkommen okay, wenn du mal einen Tag oder auch mehrere Tage Pause brauchst. Wir sind schließlich Menschen und keine Maschinen. Deine Bedürfnisse und deine Gesundheit sind wichtiger als der Text, den du schreiben musst oder eine andere Sache, die du noch erledigen musst.

Wenn du dich unproduktiv fühlst im „wirtschaftlichen“ Sinne, zum Beispiel, was deine Arbeit oder dein Studium betrifft, kannst du dennoch etwas tun. Nutze deine Schöpferkraft! Ich liste dir im Folgenden ein paar Dinge auf, die auf den ersten Blick nicht als produktiv im „klassischen“ Sinne gelten, aber die trotzdem unter diese Kategorie fallen. Dazu gehört beispielsweise …

  • … ein Buch lesen und die Welten im Buch fabulieren.
  • … auf dem Sofa liegen und darüber nachdenken, was du in den nächsten Tagen, Wochen, Monaten, Jahren machen und/oder erreichen möchtest.
  • … auf dem Balkon, der Terrasse oder im Park liegen oder sitzen und die Gedanken kreisen lassen.
  • … einen Tee oder Kaffee kochen und ihn genießen.
  • … deine Freund*innen/(Groß-)Eltern/Geschwister etc. anrufen oder ihnen schreiben.

Du siehst also – es muss nichts Ausgefallenes sein! „Produktiv sein“ ist so viel mehr, als eine Leistung zu erbringen. Das Leben an sich ist kreativ und produktiv.

Was Tun Wenn Du Produktiv Sein Musst

Was tun, wenn du unbedingt produktiv sein MUSST? – Tipps für Extravertierte und Introvertierte

Trotz meines positiven Zuredens, dass deine Bedürfnisse wichtiger sind als deine Aufgaben, weiß ich natürlich, dass jede*r von uns manchmal zurückstecken muss. Wenn du ein Projekt bis zu einer bestimmten Deadline abgeben oder fertigstellen musst, ist es klar, dass du zeitig ins Machen kommen musst. Dabei gelten für Introvertierte und Extravertierte unterschiedliche Herangehensweisen – denn die Einen ziehen ihre Kraft aus Zeit mit sich selbst und die Anderen aus dem Zusammensein mit anderen Menschen.

Ich bin extravertiert und nehme mich darum selbst als Beispiel! An manchen Tagen bin ich total uninspiriert und bekomme keinen eleganten Satz hin. Dann nehme ich mir entweder berufliche oder private Aufgaben vor, die wenig(er) kreativ sind, wie Buchhaltung und Haushalt, oder ich bin anderweitig schöpferisch tätig und zeichne – je nach Stimmung. Außerdem bin ich immer voller neuer Ideen, wenn ich unter Leuten gewesen bin. Dazu reicht bei mir oft schon ein Stadtbummel. Noch besser ist aber ein Abend mit Freund*innen oder eine Veranstaltung mit vielen Menschen. Danach habe ich viele neue Ideen und fühle mich total erfrischt!

Da ich als Extravertierte nicht nachfühlen kann, wie es introvertierten Menschen geht, habe ich Fū von der Band VII ARC gefragt, wie es bei ihm aussieht. Er spielt seit vielen Jahren Gitarre und komponiert Songs. Ich habe die folgende Antwort von ihm auf die Frage bekommen, was er in unproduktiven Phasen macht:

Mit dem Kreativsein ist es schwierig. Manchmal sprudelt es so aus mir heraus und manchmal tut sich da gar nichts, das kann auch über Monate gehen. Dann zweifelt man an sich selbst, oder ob die „Passion“ für die Sache noch vorhanden ist.
Ich würde das mittlerweile eher als Energie beschreiben. Wenn dir etwas Energie gibt und dich antreibt, dann bleib am Ball, wenn nichts passiert, dann lass es bleiben. Etwas, was einem über Jahre Energie gegeben hat, kann es auf einmal nicht mehr tun.
Das Schwierigste ist dann, es zu akzeptieren und weiterzuziehen. Das muss nicht heißen, dass man sich komplett anders orientieren muss, vielleicht findet man innerhalb der Sache selbst etwas anderes, was einem wieder Energie gibt.
Bei mir ist es so, dass es dann einfach plötzlich da ist und hinaus möchte, man ist im Flow und möchte gar nichts anderes mehr machen. Inspiration holen klappt da manchmal ganz gut, zumindest, um die Zündschnur zum Brennen zu bekommen. Ich schau mich dann um, was andere machen und sammel viele Eindrücke.
Diese Eindrücke versuche ich dann, in mir zu vereinen und daraus etwas Neues zu schaffen (Pastiche). Aber das klappt auch nicht immer, manchmal ist da auch nur Leere, die Energie fehlt. Dann war es nicht das Richtige. Druck von außen kann hilfreich sein, besonders, um aktiv nach Ideen zu suchen, aber meistens bringt das auch nichts. Man sagt zwar, dass Energie nicht aus dem Nichts kommen kann, aber manchmal fühlt es sich so an.

Fū von VII ARC

Fū spricht hier einen sehr wichtigen Aspekt an: DO WHAT YOU LOVE! Wenn du merkst, dass dir etwas keinen Spaß mehr macht, dann trau dich, etwas in deinem Leben zu ändern. Vielleicht war der einstige Traumjob oder das Traumstudienfach doch nicht die richtige Wahl? Orientiere dich neu und probiere Neues aus, bis dich die Schaffenskraft wieder packt! Denn deine Produktivität soll schließlich nicht für etwas verschwendet werden, was du in Wahrheit gar nicht machen willst. Nutze sie lieber für etwas, was deinem Leben eine größere Bedeutung gibt und was dich erfüllt.

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Ich hoffe, diese Mindset-Hilfen und Tipps helfen dir, wenn du dich das nächste Mal unproduktiv fühlst! Sollten diese Phase oder deine Selbstzweifel jedoch länger anhalten und dir dein Leben schwer machen, ist es an der Zeit, Hilfe zu suchen – zum Beispiel bei Psychotherapeut*innen in deiner Stadt oder bei Online-Psycholog*innen wie Dr. Katharina Stenger.

Wie siehst du das Ganze? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Foto Beitragsbild: Polina Zimmerman von Pexels, Foto im Artikel: Andrea Piacquadio von Pexels

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