Trennungen tun weh … Auch für uns Selbstständige, wenn sich Kunden nach einem Rebranding von uns entfernen, mit denen wir gern zusammengearbeitet haben. Das hat, wie bei anderen Trennungen, meistens einen triftigen Grund: Deine Brand hat sich verändert. Wie du verhinderst, dass deine Kundschaft nach einem Rebranding mit dir Schluss macht, und warum meine mir treu blieb, erfährst du hier.
Rebranding ohne Brand-Break-up – so geht’s!
Wenn du ein Rebranding planst, solltest du darauf achten, deine Stammkundschaft nicht zu verschrecken.
Das heißt beispielsweise: Preiserhöhungen nachvollziehbar machen, radikale Wechsel in Design und Ansprache kommunizieren.
Ausnahme: Du richtest dich an komplett andere Menschen als vorher. Dann solltest du sie aber trotzdem sanft aus deiner Welt geleiten.
Wie ich es geschafft habe, dass mir meine Kundschaft trotz Rebrandings treu geblieben ist, teile ich in diesem Artikel mit dir!
Wir alle befinden uns im ständigen Wandel – und dadurch verändert sich auch unser Wirken. Wir justieren unsere Schwerpunkte neu, ändern die Preise, weil wir jetzt mehr zu bieten haben, oder passen unser Branding an unsere Entwicklung an. Rebrandings sind toll: Sie bieten uns Abwechslung und oft fühlen wir uns danach wieder mehr mit unserer Marke verbunden.
Aber heißt das auch, dass wir dadurch unsere treuen Kunden verlieren, die wir noch behalten wollen (auch wenn sich vielleicht unsere Vorstellung unseres absoluten Dream Clients gewandelt hat) und die Kundenloyalität gefährden? Die Antwort lautet: nicht unbedingt! 🙏

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Warum du Preiserhöhungen bei einem Rebranding zu einem logischen Zeitpunkt planen solltest
Was würdest du denken, wenn dein Lieblingscafé random den Preis für den Kaffee erhöht und sich sonst nichts an diesem Ort verändert? Lass mich raten, bestimmt nicht: „Ah, ja, wird schon richtig sein.“ 🌝 Aber wie sieht’s aus, wenn dein Café sich neues, hochwertiges Equipment holt, um neue Kaffeekreationen anzubieten, oder Kaffee aus Fairtrade-Anbau, der noch dazu viel besser schmeck? Dann wirst du bestimmt eher d’accord gehen, denn dieser Wandel ist nachvollziehbar.
Wenn du also überlegst, dein Angebot nach dem Rebranding so zu gestalten, dass es mehr kostet als vorher, ändere auch die Rahmenbedingungen. Dann wissen deine Kunden sofort, warum du diesen Schritt gegangen bist.
Preise sind nämlich eine wichtige Basis deiner Brand: Deine Stammkundschaft rechnet mit einem bestimmten Preis, wenn sie deine Leistungen anfragt oder Produkte kauft ist aber (wenn du gute Arbeit/Produkte lieferst) auch gewillt, für bessere Qualität mehr zu bezahlen – denn sie weiß, was sie an dir hat.
Wenn du merkst, dass der Zeitpunkt gekommen ist, an dem du beispielsweise wegen neuer/vertiefter Methoden länger brauchst, aber auch zusätzlichen Mehrwert lieferst, oder du etwas Neues gelernt hast, was deine Leistungen wertvoller macht, dann darf sich das auch im Preis widerspiegeln.
Und wenn du dies entsprechend kommunizierst, freut sich deine Kundschaft, dass sie noch mehr an eurer Zusammenarbeit gewinnt. ❤︎
Wichtig: Achte darauf, dass die Preise zu deinem Branding, Produkt und deiner Außenwirkung passen. Ansonsten solltest du hier ebenfalls nachjustieren für eine bessere Experience, eventuell durch einen Revamp deiner Unterlagen, Verpackungen oder einen wirtschaftlich sinnvollen Bonus. 🍬
Sag deiner Kundschaft,
dass es nicht an ihr liegt
Apropos Außenwirkung. Stell dir vor, du gehst in dein Lieblingscafé (bleiben wir mal bei diesem Beispiel) und es sieht plötzlich ganz anders aus als vorher. Du erkennst den Stil nicht wieder und fühlst dich nicht mehr wohl. Außerdem gehen die Angestellten ganz anders mit dir um und du fragst dich: „Wo ist mein altes Café bloß hin?!“
Woran das liegt? Ganz einfach: Das Café spricht nun eine ganz andere Zielgruppe an als vorher, und du gehörst nicht mehr dazu.
So geht es auch deiner Kundschaft, wenn du plötzlich beispielsweise bei einem Rebranding deine Farben total änderst oder anders mit ihr umgehst. Damit meine ich zum Beispiel, dass deine Kommunikation und Bildsprache plötzlich von easygoing-freundschaftlich zu seriös-edel wechselt.
Falls du wirklich so einen radikalen Wechsel planst (wobei sich die wichtige Frage stellt, warum du deine Zielgruppe änderst – mehr dazu im nächsten Punkt), solltest du dich bei deiner alten Community „abmelden“ und ihr eine Erklärung liefern. Sonst fühlt sie sich vor den Kopf gestoßen und wird deine neuen Leistungen nicht empfehlen, selbst wenn sie jemanden kennt, zu dem dein neues Auftreten passt. Du musst dir dann einen ganz neuen Kundenstamm aufbauen, obwohl du es vielleicht gar nicht möchtest, sondern lieber deine Stammkundschaft „mitgenommen“ hättest.
Wenn du dir eine Brand aufgebaut hast, ist es wie bei Freundschaften: Du hast dich zu sehr verändert und jetzt passt es nicht mehr. 🤧 Aber trotzdem hast du die Wahl, alles friedlich zu beenden und dir dann eine neue Community aufzubauen (d. h. neue Mailingliste, neuer Social-Media-Account etc.).
Deine vorherige nutzt dir nichts, wenn du nach dem Rebranding einen kompletten Wandel vollziehst. Aber ihr zu signalisieren „Hab keinen Bock mehr auf euch und mach jetzt was anderes!“ ist auch nicht so nett. Deine Community hat (vielleicht sogar sehr lange) deine Posts gelikt und bei dir gebucht, also gönn ihr die Möglichkeit zum Verabschieden über Social Media oder deinen Newsletter.
So bleibt dir nach einem Rebranding die Kundenloyalität erhalten – und deine Authentizität
Da ich seit 2017 selbstständig bin, hat meine Brand selbstverständlich bereits mehrere Wandel vollzogen – meine Unterlagen haben sich bei jedem Rebranding oder Brand Deepening genauso verändert wie Logo, Branding, Brand Voice, Bildsprache, Fotos und Website. Trotzdem ist mir meine Stammkundschaft treu geblieben. Ich teil gerne meine Geheimnisse dazu mit dir, wie ich den Brand Break-up verhindert habe!
Die Basis deiner Brand bist DU
Das Unveränderliche in deiner Brand ist ganz klar deine Persönlichkeit. Du bist mit deinen Werten, Zielen und Visionen die Basis – also ist es extrem wichtig, dass du dir darüber klar bist, bevor du deine Brand aufbaust.
Sei ehrlich zu dir und sei echt: Wer bist du, privat und im Business? Was willst du erreichen? Was ist dein Hauptziel? Wenn all das feststeht, können sich deine Angebote wandeln, aber dein übergeordnetes Ziel wird immer dasselbe sein. Und so passen auch deine Angebote immer zu dir, deiner Brand und deiner Zielgruppe. Egal, wie viele Rebrandings du vollziehst.
Mein Ziel ist beispielsweise die Wiederverzauberung der Welt durch Geschichten und das Sichtbarmachen des Goldstaubs, der jeder Brand innewohnt. Dieses werde ich mit Federrauschen immer verfolgen und darum weiß meine Kundschaft, welche Art Leistung sie bei mir erwarten kann. 🔮✨
Du kennst deine Zielgruppe – weil du selbst dazugehört hast
Du willst andere Menschen ansprechen als vorher? Dann überleg dir genau, warum. Denn das kann zwei Gründe haben:
Grund 1
Du hast zu Beginn die Falschen ausgesucht. (Das ist mir passiert.)
Grund 2
Du hast dich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und willst nun mit allen oder manchen Leistungen/Angeboten Dream Clients erreichen, die ebenfalls nicht mehr am Anfang stehen. (Auch das ist mir passiert.)
Ist Grund 1 die Ursache, „alignst“ du deine Leistungen und Angebote mit der Zielgruppe, die wirklich zu dir passt. Hint: Meistens sind die Menschen in deiner Zielgruppe eine frühere Version von dir.
Liegt es an Grund 2, dann ist es vollkommen legitim, dich nach deinem Rebranding auch (oder nur noch) den Menschen zu widmen, denen du mit deiner neu gewonnenen Erfahrung helfen kannst. Wenn dir deine Kundschaft schon länger folgt bzw. in deinem Funnel ist, ist sie wahrscheinlich inzwischen selbst gewachsen und bereit für deine neuen Angebote!
Hier gilt auch: Gib denen in deiner Community, die ein Basic-Angebot wollen, eine Alternative (wie einen Selbstlernkurs) oder verabschiede dich mit Liebe von ihnen. ❤︎
Achtung: Ein fataler Fehler ist es, zu früh mit Leistungen für Fortgeschrittene oder eine abweichende Zielgruppe zu beginnen, die vielleicht noch gar nicht in deinem Funnel sind oder dich noch gar nicht kennen, weil du vorher Marketing für Anfänger oder eine ganz andere Zielgruppe gemacht hast. Hier ist ein sanfter Übergang nötig, sonst ist der Brand Break-up deiner Community vielleicht dein Ruin.
Bei mir wurde mit mehr Erfahrung meine Website-Leistung immer umfangreicher und gehaltvoller. Da ich inzwischen viel länger an Websites sitze, habe ich den Preis erhöht. Jetzt kommen mehr Selbstständige zu mir, die schon länger aktiv und sehr sicher in ihrer Brandidentität sind, als welche, die gerade starten. An diesem Punkt kann meine Leistung einfach noch viel mehr bewirken. Eine Leistung für die beginnende Zielgruppe gibt es jedoch auch … denn ich mag beide Arten Kundschaft sehr! ☆

Du möchtest Dream Clients mit deiner Website ansprechen, aber deine Texte selbst schreiben?
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Deine Brand-Archetypen als Fixsterne
Als sich mein Branddesign veränderte, war meine Kundschaft begeistert – und nicht etwa abgeschreckt. Das habe ich geschafft, weil ich meine Brand sehr gut kenne und sie anhand meiner Archetypen vertiefe. Diese uns angeborenen Urbilder erkennen wir alle unbewusst wieder, und sie sind quasi „Schuld“ daran, dass eine Brand wie eine gute Freundin oder ein guter Freund sein kann (mit der man dann auch mal Schluss macht, wenn es nicht mehr passt – oder sie gern weiterhin begleitet, weil man mit ihr wächst). 👯♀️
Mit dieser Basis weißt du genau, wie du dein Rebranding oder Brand Deepening angehen kannst. Denn du kennst den unveränderlichen Kern deiner Marke! Wenn du deinen Archetypen treu bleibst, ist dir Kundenloyalität sicher, so wie mir.

Ich hoffe, du wirst mit den Infos aus diesem Artikel den Brand Break-up deiner Dream Clients abwenden, falls du ein Rebranding planst. Selbsterkenntnis und ein Gefühl für den richtigen Zeitpunkt sind dabei essenziell. Auf einen zauberhaften Wandel deines Business! ✨
Deine Mia

In uns allen steckt die Wundermacht, die Welt mit unserem Wirken wiederzuverzaubern. Davon bin ich überzeugt!
2017 habe ich darum Federrauschen gegründet und begebe mich seitdem mit Selbstständigen, Kreativen und Künstlern auf tiefschürfende Text-Abenteuer. 🔮✨ Vorher habe ich Germanistik und Anglistik studiert sowie in einer PR-Agentur als Redaktionsleitung, Lektorin, Korrektorin und Expertin für Leichte Sprache Berufserfahrung gesammelt.
Als Lektorin arbeite ich mit Selfpublishern zusammen, die ihrem Manuskript Goldstaub verleihen wollen. Und wer Texte bei mir bucht, ergründet mit mir, was sich in der Personal Brand versteckt – die Brand Myth! Dabei arbeite ich mit meiner Mythweaving-Methode: einer Kombination aus Storytelling, Philosophie, Mythologie und Psychologie. 🌌
2021 erschien mein erstes Buch: »federleicht furchtlos: Kröne dich zur Heldin deines Lebens«, ein biografischer Ratgeber über den magisch-mystischen Weg der Heldinnenreise zu uns selbst. Seit 2022 veröffentliche ich zudem als Wendy J. Ocean Romane im Selfpublishing.









